Musterbeschreibung Dänische Stieglitze

Gruppe: Farbentauben

Europastandard Nr.404.

Ringgröße: 8.

Herkunft:

Gezüchtet in Dänemark seit etwa 1840.

Gesamteindruck:

Kräftiger Feldtaubenform mit einer eigenartigen Farbe und Zeichnung.

Rassemerkmale:

Kopf: Verhältnismäßig schmal. Nicht zu lang. Schön abgerundet mit glattem Kopf oder mit Spitzkappe.

Augen: Die silbernen-blauen- und schwarzen Stieglitzen haben orangefarbene Augen mit schmalen, dunklen Augenrändern. Rote und gelbe Stieglitze haben orangefarbe-ne Augen mit schmalen, hautfarbigen Rändern. Blaufahle, Rotfahle, Gelbfahle und Braunfahle haben hellere, orangefarbene Augen mit schmalen, gräulichen Rändern.

Schnabel: Verhältnismäßig lang und nicht grob. Der silberne, der blaue und der schwarze Stieglitz haben einen schwarzen Schnabel. Die roten, die blaufahlen, die rotfahlen und die braunfahlen haben hornfarbige Schnäbel. Die gelben und die gelbfahlen haben hell hornfarbige Schnäbel. Warzen wenig entwickelt und weiß gepudert.

Hals: Mittellang mit ausgerundeter Kehle.

Brust: Breit und kräftig. Gut gerundet.

Rücken: Mittellang, fest zum Körper schließend, auf dem Schwanz ruhend, ohne zu kreuzen.

Schwanz: Mittellang und dicht geschlossen.

Beine: Glatt, rötlich, recht niedrig und breitgestellt. Klauenfarbe (Zehenfarbe) wie Schnabelfarbe.

Befiederung:

Stramm und glatt.

Farbenschläge:

Silber, rot, gelb, schwarz, blaufahl, rotfahl, gelbfahl und braunfahl.

Farbe und Zeichnung:

Farbe: Stirn, Scheitel, Nacken, Hals, Flügelschild, Perlen (Finken) und Fahnenzeichnung sollen dicht silberartig und weich sein. Für alle Farbenschläge gilt doch, dass die helle Farbe (Silberfarbe genannt) abhängig ist von den verschiedenen Grundfarben. Die silberfarben sitzt äußerst auf den Federn, aber die Grundfarbe muss immer auf der inneren Feder da sein. Der Stieglitz hat keine ganz hellen Federn, nur die spitzen sind hell.

Grundfarbe:

Stieglitz: Die Grundfarbe ist dunkel schieferartig. Der Farbton hat einen deutlichen Abstand von auf der einen Seite blau und auf der anderen schwarz. Schwanz und Wangen haben eine dunklere Nuance. Der Schwanz hat auf den Ortfedern eine hellere äußere Fahne. Die Vorfarbe ist eine glanzvolle, dunkel nussbraune Farbe auf der Oberbrust. Diese Vorfarbe hat eine scharfe Abgrenzung gegen die Silberfarbe des Halses und vertönt sich nach unten in eine mehr trockene, dunkle Schieferfarbe. Der Silberstieglitz ist einer der wenigen Taubenrassen, die dreifarbig sind und von Nuancen geprägt sind, so dass Silberfarbe, Vorfarbe und Grundfarbe auf einander einwirken.

Rot- und Gelbstieglitze: Satte Rot-Beziehungsweise Gelbfarbe.

Schwarzstieglitz: Schwarze Farbe mit Grünglanz.

Blaustieglitz: Taubenblau mit schwarzer Schwanzbinde. Die Oberbrust hat eine dunklere Nuance. Die Ortfedern haben eine hellere äußere Fahnen.

Blaufahlstieglitz: Verdünntes Blau mit dunkler Schwanzbinde. Die Ortfedern haben eine hellere äußere Fahne.

Rotfahlstieglitz: Rosaweiß. Die Wangen und die Oberbrust dunkelrot, gegen das Brustbein abnehmend in der Intensität. Schwanz ein wenig dunkler als die Grundfarbe.

Gelbfahlstieglitz: Cremefarbig. Wangen und Oberbrust Dunkelgelb, gegen das Brustbein abnehmend in den Intensität. Schwanz ein wenig dunkler als die Grundfarbe.

Braunfahlstieglitz: Hellbraun. Wangen und Oberbrust dunkelbraun. Dunkle Schwanzbinde. Die Ortfedern haben eine hellere äußere Fahne.

Zeichnung:

Die Kopfzeichnung, die so genannte Wangenzeichnung, entsteht dabei, dass die Grundfarbe von der Schnabelwurzel in einem gleichmäßigen Bogen über die Augen und hinter diese sich erstreckt, biegt sich dann nach vorne und bildet den Latz, der vom Schnabelwinkel etwa 2.5 cm nach unten geht. In der Regel wird die Grundfarbe als eine schmale Verbrämung über dem Schnabelwinkel hervortreten. Die Brustzeichnung entsteht, wo die Grundfarbe und die helle Halsfarbe sich begegnen in einer scharf abgegrenzten und schönen Bogenlinie etwa 1cm über dem Flügelbogen.

Ab dieser Linie streckt sich die Grundfarbe nach unten über Brust, Bauch und Schwanz. Die Abgrenzung der Grundfarbe unter den Flügeln und auf dem Rücken sollte man nicht zu große Bedeutung beimessen. Die Schwingen sind mit der Grundfarbe und der hellen Farbe gezeichnet, so dass die Federfahnen auf beiden Seiten der Federrippe die helle Farbe haben, die in der Nähe der Federspitze scharf abgegrenzt ist von der Grundfarbe. Auf der Federspitze bildet die helle Farbe einen runden Fleck, die Perle. Bei geschlossenem Flügel wird man die Perlen (Finken) als eine Reihe deutlich voneinander getrennte, runde, helle Flecken sehen. Die Fahnenzeichnung ahnt man in der Regel bei geschlossenem Flügel. Die Schärfe und Reinheit sollte man höher schätzen als die Größe des Gebietes. Die Perlen können in der Größe variieren, sie müssen aber rund sein, und sie dürfen nicht mit der Fahnenzeichnung zusammenlaufen. Die äußerste Schlagfeder braucht keine Perle zu zeigen, denn sie wird bei geschlossenem Flügel von der nächst äußeren verdeckt.

Grobe Fehler:

Alle Farbenschläge: Zu schmaler und schwacher Körper. Sehr ausfliesende Wangen, Brust- und Schwingenzeichnung. Mangelhafte Perlenreihe bei den Silberstieglitzen, ganz fehlende Perlenreihe bei den übrigen Farbenschlägen. Brustzeichnung sehr hoch oder sehr tief. Sehr unreine Silberfarbe. Hämmerung im Flügelschild. Stirn und Scheitel sehr dunkel. Unkorrekte Spitzkappe. Loses Gefieder. Loser oder offener Schwanz. Schilf oder Weiß im Schwanz. Offener Rücken. Fehlgefärbte Augen und Augenränder. Grobe Augenränder. Viel Schimmel im Schenkel und Hinterkörper. Beinbefiederung.

Silberstieglitz: Grundfarbe zu blau oder zu schwarz. Fehlende oder trockene Vorfarbe.

Rotstieglitz: Bräunliche Grundfarbe. Bläulicher oder dungefärbter Schwanz.

Gelbstieglitz: Bräunlicher oder dungefärbter Schwanz.

Schwarzstieglitz: Braune Brust. Schimmliger Bauch. Helle Außenfahnen auf den Ortfedern.

Blaustieglitz: Sehr unreine oder dunkle Grundfarbe. Braune Brust.

Blaufahlstieglitz: Sehr unreine und dunkle Grundfarbe. Gelbliche Brust.

Rotfahl-, Gelbfahl- und Braunfahlstieglitz: Stark abweichende Farbe und Zeichnung im Verhältnis zu den Forderungen des Standards.

Richtlinien bei der Bewertung:

Um eine hohe Bewertung zu bekommen soll das charakteristische bei einem Stieglitz in Ordnung sein: Silberfarbe und Schwabbeerzeichnung. Es muss doch gesagt werden, dass nur Silber, Blau und zum Teil Blaufahl sich den Forderungen des Standards nähern. Die Roten und Gelben haben noch nicht denselben hohen Zuchtstand erreicht. Dasselbe gilt für die Schwarzen, die Rotfahlen, die Gelbfahlen und die Braunfahlen. Darauf muss man achten bei der Bewertung. Bei den Schwarzen ist es wichtig eine tiefschwarze Farbe mit Grünglanz vorzuziehen. Bestrafen muss man eine braune Brustfarbe um den Unterschied zwischen dem Silberstieglitz und dem Schwarzstieglitz festhalten zu können.

Bewertungsreihenfolge:

Gesamteindruck-Farbe und Zeichnung- Körperform- Augen- und Schnabelfarbe


Danmarks Racedueforeninger

Formand: Hans Ove Christiansen, Drejovej 52, 4700 Naestved